Sammlung tschechischer Kurzgeschichten: „Die letzte Metro“

Mit „Die letzte Metro“ präsentieren die Herausgeber Martina Lisa und Martin Becker gemeinsam mit dem Verlag Voland & Quist eine vielfältige Sammlung an zeitgenössischer tschechischer Literatur. Neben Kurzgeschichten findet man in der Anthologie auch Gedichte, Songtexte und experimentelle Texte, die den 18 jungen Künstlerinnen und Künstlern eine Stimme geben. Als „eigenwillig“ betitelt der Verlag die Werke und liegt damit genau richtig, denn nicht immer sind die Erzählungen leicht zugänglich und nicht immer konnten sie mich überzeugen.

Eine Fahrt mit der Metro oder der Straßenbahn, ein Abend in einer Prager Kneipe – oftmals sind die Bilder aus den Texten vom Großstadtleben geprägt und auch die Beziehungen zwischen den Figuren passen sich an den hektischen Alltag an. Die Autorinnen und Autoren spielen mit verschiedenen Text- und Erzählstilen. Mal ist es so beispielsweise die „Du-Perspektive“, mit der die Erzählung wiedergegeben wird, mal werden einzelne Gedankenblöcke zur Geschichte.

„Die letzte Metro“ ist mit seinen knapp 200 Seiten eine kleine Einführung in die junge tschechische Literatur und sticht in meinem Empfinden nicht unbedingt aus anderen Kurzgeschichtensammlungen heraus, da die Inhalte sich doch sehr ähneln. Wirklich begeistern konnte mich leider kein Text und so richtig konnte der Funke nicht überspringen. Spannend ist die Zusammenstellung der verschiedenen Autorinnen und Autoren, die wie z. B. Jaroslav Rudiš  schon oft ins Deutsche übersetzt wurden. Zur Übersicht gibt es am Ende des Buches kurze Biografien, die die Sammlung gelungen abrunden.

„Die letzte Metro“ – mit Texten von: Bianca Bellová, Ondřej Buddeus, Dora Čechova, Vladimíra Čerepková, Irena Dousková, Emil Hakl, Petr Hruška, Václav Kahuda, Dora Kaprálová, Hana Lundiaková, Igor Malijevský, Jaroslav Rudiš, Tereza Semotámová, Petra Soukupová, Alžběta Stančáková, Michal Šanda, Filip Topol und Eva Turnová.

  • Taschenbuch: 208 Seiten
  • Verlag: Verlag Voland & Quist; Auflage: 1 (20. März 2017)
  • Übersetzung: Martina Lisa
  • ISBN-13: 978-3863911737

Annika

 

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